Strategiezeitraum 2026 bis 2028
Fassung zur Einreichung im BDVT Nachhaltigkeits-Check und zur Nutzung als Nachhaltigkeitsauskunft in Angebotsverfahren
Das ADM Institut versteht Nachhaltigkeit als Teil professioneller Unternehmensführung. Wir arbeiten als Beratungs-, Trainings- und Entwicklungsinstitut an der Schnittstelle von Service Excellence, Kundenbegeisterung, Führung, Organisationsentwicklung und Kompetenzaufbau.
Unser direkter ökologischer Fußabdruck ist im Vergleich zu produzierenden Unternehmen begrenzt. Unser indirekter Einfluss ist jedoch erheblich, weil wir mit unseren Leistungen Haltungen, Entscheidungen, Lernprozesse und Servicekulturen in Organisationen prägen.
Der größte Nachhaltigkeitshebel von ADM liegt deshalb in der Wirkung unserer Arbeit bei Kundinnen und Kunden. Wir unterstützen Organisationen dabei, Kundinnen und Kunden besser zu verstehen, Mitarbeitende handlungsfähiger zu machen, Führung zu stärken, Zusammenarbeit zu verbessern und Veränderung verantwortungsvoll zu gestalten. Nachhaltigkeit entsteht für uns nicht nur durch weniger Verbrauch, sondern vor allem durch Organisationen, die wirksamer, lernfähiger, menschlicher und zukunftsfähiger handeln.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie verbindet zwei Perspektiven. Erstens reduzieren wir die negativen Auswirkungen unseres eigenen Geschäftsbetriebs. Dazu gehören vor allem Mobilität, Energie, Papier, digitale Infrastruktur, Beschaffung und Veranstaltungsorganisation. Zweitens stärken wir den positiven Beitrag unserer Arbeit. Wir helfen Organisationen, kundenzentrierter, lernfähiger, wirksamer und verantwortlicher zu handeln.
Service Excellence bedeutet für ADM nicht nur Freundlichkeit im Kundenkontakt, sondern bessere Systeme, klarere Verantwortung, wirksamere Zusammenarbeit und verlässlichere Beziehungen zu Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden. Eine gute Servicekultur reduziert Reibungsverluste, Missverständnisse, Eskalationen und unnötige Nacharbeit. Sie stärkt Vertrauen, Orientierung und Handlungsfähigkeit.
Ein zentrales Wirkungsziel ist deshalb der Transfer in den Arbeitsalltag. Ab 2026 wird in ausgewählten Projekten systematisch erhoben, welchen konkreten Nutzen Kundinnen und Kunden aus ADM-Formaten ziehen. Ziel ist eine dokumentierte Transferquote von mindestens 80 Prozent bei Projekten mit vereinbarter Evaluation. Als Transfer gilt, wenn Teilnehmende oder Auftraggeber bestätigen, dass mindestens ein konkreter Impuls, eine Methode oder eine Verhaltensänderung aus dem ADM-Format im Arbeitsalltag angewendet wurde.
Mit dieser Strategie definiert ADM einen machbaren Nachhaltigkeitsstandard für kleine Beratungs-, Trainings- und Entwicklungsinstitute: transparent, wirksam, überprüfbar und auf das eigene Geschäftsmodell zugeschnitten. Wir setzen nicht auf Symbolik, sondern auf klare Entscheidungen, schlanke Routinen, messbare Entwicklung und echten Kundennutzen.
Viele Grundsätze dieser Strategie werden bereits heute im Arbeitsalltag angewendet. Dazu gehören digitale Abstimmungen, digitale und hybride Leistungserbringung, bewusste Reiseentscheidungen, digitale Unterlagen und ressourcenschonende Materialnutzung. Derzeit werden rund 50 Prozent der Leistungstage digital oder hybrid erbracht. Ab 2026 werden diese Praktiken systematisch dokumentiert, mit Kennzahlen hinterlegt und jährlich überprüft.
Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für das ADM Institut, langfristigen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen und negative Wirkungen der eigenen Tätigkeit systematisch zu verringern.
Dabei gelten drei Leitlinien:
Wirkung vor Symbolik: Wir priorisieren Maßnahmen mit messbarem Einfluss. Bei ADM liegt die größte positive Wirkung in der Befähigung von Menschen und Organisationen. Im eigenen Betrieb haben Mobilität, Beschaffung und digitale Arbeitsweise Vorrang vor rein kommunikativen Maßnahmen.
Pragmatismus vor Perfektion: Wir gehen in machbaren Schritten vor, messen Fortschritt und verbessern kontinuierlich. Nicht jede Reise kann ersetzt werden. Nicht jeder Workshop ist digital sinnvoll. Entscheidend ist die bewusste Wahl.
Transparenz vor Greenwashing: Wir kommunizieren nur, was wir belegen können. Wo Daten fehlen, benennen wir die Lücke und definieren den nächsten Schritt.
ADM bezeichnet die eigene Leistung derzeit nicht pauschal als klimaneutral. Unser Fokus liegt zunächst auf Vermeidung, Reduktion und transparenter Erfassung. Kompensationsmaßnahmen werden erst geprüft, wenn eine belastbare Datengrundlage vorliegt und die Qualität der Kompensation nachvollziehbar bewertet werden kann.
ADM etabliert ein schlankes, agiles Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement, das auf die Anforderungen eines inhabergeführten Beratungs-, Trainings- und Entwicklungsinstituts zugeschnitten ist. Im Mittelpunkt stehen sofortige Umsetzbarkeit, klare Verantwortlichkeit, jährliche Überprüfung und dokumentierte Verbesserung.
Ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem besteht derzeit nicht. Stattdessen nutzt ADM ein internes Steuerungssystem, das die wesentlichen Umweltwirkungen des eigenen Geschäftsmodells fokussiert: Mobilität, digitale und hybride Leistungserbringung, Papier- und Materialeinsatz, Beschaffung, Veranstaltungsorganisation sowie relevante Dienstleisterauswahl.
Das Jahr 2026 wird als Mess- und Konsolidierungsjahr genutzt. In diesem Jahr werden die relevanten Kennzahlen erstmals systematisch erhoben, ausgewertet und als belastbare Baseline festgelegt. Die aktiven prozentualen Reduktionsziele beziehen sich anschließend auf diese Baseline. Damit wird sichergestellt, dass Fortschritt nicht geschätzt, sondern nachvollziehbar gemessen wird.
Ab 2026 erfassen wir wesentliche Umweltkennzahlen jährlich. Dazu gehören insbesondere Kundentermine vor Ort, gefahrene Kilometer mit dem Auto, Bahnreisen, Flugreisen, Übernachtungen, digitale und hybride Leistungstage, Papierverbrauch sowie relevante Beschaffungsentscheidungen.
Für die Berechnung der reisebezogenen CO2-Emissionen nutzt ADM ab 2026 eine einfache, nachvollziehbare Berechnungsmethode auf Basis anerkannter Emissionsfaktoren. Erfasst werden insbesondere Auto-, Bahn- und Flugreisen sowie Übernachtungen im Zusammenhang mit Kundenprojekten. Ziel ist keine vollständige Konzernbilanzierung, sondern eine konsistente Vergleichsgröße für Emissionen pro Leistungstag. Die verwendete Berechnungsgrundlage wird im jährlichen Strategiecheck dokumentiert.
Eine externe Zertifizierung nach ISO 14001 wird bei steigenden Kundenanforderungen, Ausschreibungsvorgaben oder veränderter Unternehmensgröße erneut geprüft.
Die Wesentlichkeit von ADM liegt in zwei Wirkungsebenen.
Die erste Ebene betrifft die direkte ökologische Wirkung des eigenen Geschäftsbetriebs. Für Trainerinnen, Beraterinnen und Coaches liegt der größte ökologische Hebel in der Regel in der Mobilität. Auch für das ADM Institut entstehen wesentliche Emissionen durch Fahrten zu Kundenterminen, Workshops, Vorträgen und Veranstaltungen.
Gleichzeitig ist persönliche Präsenz ein Qualitätsfaktor in vielen Beratungs- und Trainingsformaten. Daraus entsteht ein Zielkonflikt: maximale Beziehungstiefe und Wirksamkeit einerseits, Reduktion von Reiseemissionen andererseits. Unsere Strategie löst diesen Zielkonflikt nicht pauschal, sondern über klare Entscheidungskriterien.
Weitere relevante Felder sind Energie im Büro, Papier und Trainingsmaterial, digitale Tools, Hardware, Hotels und Veranstaltungsorte, Ernährung bei Veranstaltungen sowie die faire und verantwortungsvolle Zusammenarbeit mit Kundinnen, Kunden, Kooperationspartnern und Dienstleistern.
Die zweite und strategisch wichtigere Ebene betrifft die transformative Wirkung unserer Arbeit. ADM unterstützt Organisationen dabei, Servicekultur, Führung, Zusammenarbeit, Kundenorientierung und Lernfähigkeit zu verbessern. Dadurch können Kundinnen und Kunden eigene Reibungsverluste, Fehlerkosten, Doppelarbeit, Eskalationen, ineffiziente Prozesse und unnötige Belastungen reduzieren.
Unser Nachhaltigkeitsbeitrag liegt deshalb nicht nur darin, selbst sparsamer zu handeln. Er liegt vor allem darin, Organisationen zu befähigen, bessere Entscheidungen zu treffen, Menschen wirksamer einzubinden und Veränderung so zu gestalten, dass Nutzen im Alltag entsteht.
Der stärkste positive Beitrag des ADM Instituts liegt im sozialen und organisatorischen Bereich. Unsere Arbeit fördert hochwertige Bildung, berufliche Kompetenzentwicklung, bessere Zusammenarbeit und eine Servicekultur, die Menschen ernst nimmt.
Service Excellence verstehen wir nicht als oberflächliche Freundlichkeit, sondern als Haltung und Systemleistung. Kundinnen und Kunden sollen verstanden werden. Mitarbeitende sollen handlungsfähig sein. Organisationen sollen lernfähig bleiben.
Der soziale Nachhaltigkeitsbeitrag von ADM liegt besonders darin, Organisationen zu befähigen, Beziehungen wirksamer, fairer und verlässlicher zu gestalten. Gute Servicekultur reduziert Reibungsverluste, Missverständnisse, Eskalationen und unnötige Nacharbeit. Sie stärkt Vertrauen, Orientierung und Handlungsfähigkeit bei Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden.
Damit leistet Service Excellence einen Beitrag zu menschenwürdiger Arbeit, besserer Zusammenarbeit und langfristig tragfähigen Kundenbeziehungen. Nachhaltigkeit entsteht hier nicht nur durch weniger Verbrauch, sondern durch bessere Qualität im Miteinander und durch Organisationen, die verantwortungsvoller handeln können.
Im Mittelpunkt stehen Formate, die Menschen befähigen, konkrete Probleme in ihrem Arbeitsalltag besser zu lösen. Dazu gehören Trainings, Workshops, Beratungsprozesse, Führungskräfteentwicklung, Beteiligungsformate und Reflexionsräume.
Nachhaltig ist ein Lernprozess für uns dann, wenn er Verhalten verändert, Zusammenarbeit verbessert und langfristig Nutzen für Kundinnen, Kunden, Mitarbeitende und Organisation erzeugt.
ADM achtet in der Zusammenarbeit auf Respekt, Fairness, Zugänglichkeit und psychologische Sicherheit. Psychologische Sicherheit bedeutet, dass Menschen Fragen stellen, Zweifel äußern und Fehler ansprechen können, ohne Angst vor Bloßstellung zu haben. Gerade in Veränderungsprozessen ist das ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Wir prüfen außerdem, wie unsere Angebote für unterschiedliche Zielgruppen verständlich, inklusiv und alltagstauglich gestaltet werden können.
ADM misst Nachhaltigkeit nicht nur am eigenen Ressourcenverbrauch, sondern auch daran, ob unsere Arbeit bei Kundinnen und Kunden wirksame Veränderung auslöst.
Dafür wird ab 2026 ein einfacher Kundentransformations-Indikator genutzt. Dieser beschreibt, ob und wie ADM-Formate im Arbeitsalltag Wirkung entfalten.
Mögliche Wirkungen sind insbesondere:
Bei Projekten mit vereinbarter Evaluation wird erhoben, ob mindestens ein konkreter Impuls, eine Methode oder eine Verhaltensänderung im Arbeitsalltag angewendet wurde. Ziel ist eine dokumentierte Transferquote von mindestens 80 Prozent.
Diese Transferquote ist für ADM eine zentrale Nachhaltigkeitskennzahl, weil sie zeigt, ob aus Beratung, Training und Entwicklung echte Anwendung entsteht.
Unser wichtigstes Umweltziel ist die schrittweise Reduktion des reisebezogenen CO2-Fußabdrucks pro Leistungstag. Dafür führen wir ab 2026 eine einfache jährliche Erfassung ein. Erfasst werden Kundentermine vor Ort, gefahrene Kilometer mit dem Auto, Bahnreisen, Flugreisen, Übernachtungen sowie digitale und hybride Leistungstage.
Das Ziel ist keine Scheingenauigkeit, sondern eine robuste Entscheidungsgrundlage. Wir wollen erkennen, wo Emissionen entstehen, welche Reiseentscheidungen besonders wirksam sind und wie digitale oder hybride Formate sinnvoll eingesetzt werden können.
Für Geschäftsreisen gilt künftig der Grundsatz: digital, hybrid oder Bahn zuerst. Das Auto wird nur dann eingesetzt, wenn es aus Wirksamkeits-, Zeit-, Material- oder Wirtschaftlichkeitsgründen sinnvoller ist.
Bei Kundenterminen wird bereits in der Angebotsphase geprüft, welche Bestandteile digital durchgeführt werden können. Für Strecken, die mit der Bahn in angemessener Zeit erreichbar sind, wird die Bahn bevorzugt. Mehrtägige Einsätze werden gebündelt, um einzelne Anreisen zu vermeiden. Flugreisen werden nur eingesetzt, wenn Entfernung, Zeitfenster und Auftragssituation keine tragfähige Alternative erlauben.
Da ADM bereits einen hohen Anteil digitaler und hybrider Leistungstage erbringt, liegt der weitere Reduktionshebel vor allem in der bewussten Gestaltung notwendiger Präsenztermine, in der Bündelung von Reisen und in der Wahl emissionsärmerer Verkehrsmittel.
Beim Ressourcenverbrauch setzt ADM auf digitales Arbeiten, Wiederverwendung und bewusste Beschaffung. Trainingsunterlagen werden standardmäßig digital bereitgestellt. Gedruckte Materialien werden nur eingesetzt, wenn sie für Lerntransfer, Beteiligung oder Wirkung einen klaren Mehrwert haben.
Moderationsmaterialien werden mehrfach genutzt, einseitig verwendetes Papier wird intern weiterverwendet, und neue Papierprodukte werden möglichst als Recyclingpapier beschafft. Bei Hardware gilt: Lebensdauer verlängern, reparieren oder gebraucht beschaffen, bevor neu gekauft wird.
Für Kundinnen und Kunden mit eigenen Klimazielen unterstützt ADM eine möglichst klimabewusste Leistungserbringung. Bereits in der Angebots- und Auftragsphase prüfen wir, welche Bestandteile eines Projekts digital, hybrid oder gebündelt durchgeführt werden können, ohne Qualität, Beteiligung und Transferwirkung zu reduzieren.
ADM verfügt bereits über umfassende Erfahrung in digitaler und hybrider Leistungserbringung. Derzeit werden rund 50 Prozent der Leistungstage digital oder hybrid durchgeführt. Dadurch bestehen gute Voraussetzungen, Kundenprojekte klimabewusst zu planen, Reiseaufwand zu reduzieren und dennoch Beteiligung, Lerntransfer und Beratungsqualität zu sichern.
Als digitaler oder hybrider Leistungstag gilt ein Beratungs-, Trainings-, Workshop- oder Abstimmungstag, der vollständig digital oder mit relevanten digitalen Anteilen durchgeführt wird und dadurch Reiseaufwand reduziert oder vermeidet. Die Quote bezieht sich auf Leistungstage, nicht auf Umsatz oder Einzeltermine.
Für die Zusammenarbeit bedeutet das konkret:
Damit leisten wir einen konkreten Beitrag dazu, Reiseemissionen, Materialverbrauch und organisatorische Zusatzaufwände in Kundenprojekten zu reduzieren.
Governance bedeutet für ADM: Wir führen unser Unternehmen so, dass Entscheidungen nachvollziehbar, fair und verantwortungsvoll getroffen werden.
Dazu gehören klare Zuständigkeiten, verlässliche Angebots- und Auftragsprozesse, Datenschutz, sorgfältiger Umgang mit KI-Tools, transparente Kommunikation und eine jährliche Überprüfung der Nachhaltigkeitsziele.
Ab 2026 wird Nachhaltigkeit einmal jährlich in einem kurzen Strategiecheck überprüft. Dabei werden Kennzahlen, Maßnahmen, Zielkonflikte und Verbesserungen dokumentiert.
Die Ergebnisse fließen in die Website, in Kundengespräche und in Selbstauskünfte ein, wenn Kundinnen und Kunden Nachhaltigkeitsinformationen anfordern.
ADM achtet bei der Nutzung digitaler Tools auf Datenschutz, Datensparsamkeit und verantwortungsvolle Anwendung. Personenbezogene oder vertrauliche Kundendaten werden nur zweckgebunden verarbeitet.
Bei KI-Tools achten wir darauf, keine vertraulichen Kundeninformationen ungeschützt in frei zugängliche Systeme einzugeben. Für den Einsatz von KI in Kundenprojekten gelten die Prinzipien Transparenz, Zweckbindung, menschliche Verantwortung und kritische Prüfung der Ergebnisse.
KI ersetzt keine fachliche Bewertung. KI wird unterstützend eingesetzt, wenn dadurch Qualität, Effizienz, Reflexion oder Lernprozesse verbessert werden können.
ADM integriert ab 2026 einen kurzen Nachhaltigkeitscheck in die Angebots- und Projektplanung. Dabei werden je größerem Auftrag folgende Fragen geprüft:
Der Nachhaltigkeitscheck wird bei größeren Kundenprojekten als kurzer interner Prüfpunkt dokumentiert. Die Dokumentation kann schlank erfolgen, zum Beispiel über Angebotsnotiz, Projektplan oder Checkliste. Die Ergebnisse dieses Checks fließen in die Projektplanung ein und können bei Bedarf gegenüber Kundinnen und Kunden transparent gemacht werden.
Bei eigenen Beschaffungsentscheidungen achtet ADM auf Langlebigkeit, Ressourcenschonung, Wiederverwendbarkeit und angemessene ökologische Standards. Dies betrifft insbesondere Bürobedarf, Papier, Moderationsmaterialien, digitale Tools, Hardware, Hotels, Veranstaltungsorte, Catering und externe Dienstleistungen.
Bei Hotels und Veranstaltungsorten werden gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ressourcenschonende Betriebsführung und vegetarische Verpflegungsoptionen bevorzugt.
Bei Hardware gilt der Grundsatz: Lebensdauer verlängern, reparieren oder gebraucht beschaffen, bevor neu gekauft wird.
Bei Moderations- und Trainingsmaterialien achten wir auf Mehrfachnutzung, bewusste Mengenplanung und die Vermeidung unnötiger Einwegmaterialien.
Soweit ADM mit Kooperationspartnerinnen, Trainern, Dienstleistern oder Veranstaltungsorten zusammenarbeitet, werden diese Grundsätze angemessen berücksichtigt. Bei der Auswahl achten wir auf fachliche Qualität, Verlässlichkeit, faire Zusammenarbeit, Datenschutz, ressourcenschonende Arbeitsweise und gute Erreichbarkeit. Bei größeren Projekten werden nachhaltigkeitsrelevante Anforderungen der Kundinnen und Kunden an beteiligte Partner weitergegeben.
Das Jahr 2026 wird als Mess- und Konsolidierungsjahr genutzt. In diesem Jahr werden erstmals systematisch Werte erhoben, geprüft und als Baseline dokumentiert. Auf dieser Grundlage werden die prozentualen Reduktionsziele für 2027 und 2028 nachvollziehbar bewertet.
Ziel ist eine belastbare, aber schlanke Entscheidungsgrundlage.
| Kennzahl | Zweck |
|---|---|
| Anzahl digitaler, hybrider und vor Ort erbrachter Leistungstage | Bewertung der Formatstruktur |
| Gefahrene Kilometer mit dem Auto | Einschätzung wesentlicher Reiseemissionen |
| Bahnreisen | Nachweis klimabewusster Reiseentscheidungen |
| Flugreisen | Transparenz über besonders emissionsrelevante Reisen |
| Übernachtungen | Bewertung von Reisebündelung und Veranstaltungsplanung |
| Gedruckte Teilnehmerunterlagen | Steuerung von Papierverbrauch |
| Papierart und Beschaffungsstandard | Bewertung nachhaltiger Beschaffung |
| Relevante Beschaffungsentscheidungen | Verbesserung von Einkauf und Dienstleisterauswahl |
Die Auswertung erfolgt jährlich im Rahmen des internen Strategiechecks. Auf dieser Basis werden Maßnahmen angepasst und Ziele überprüft.
ADM dokumentiert ab 2026 die wesentlichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen und Kennzahlen jährlich. Dazu gehören insbesondere Reiseentscheidungen, digitale und hybride Leistungstage, Materialeinsatz, relevante Beschaffungsentscheidungen und ausgewählte Transferwirkungen in Kundenprojekten.
Bei Bedarf können Kundinnen und Kunden eine kompakte Selbstauskunft zu Nachhaltigkeit, Mobilität, Beschaffung, Datenschutz, KI-Nutzung und sozialer Wirkung erhalten. Diese Selbstauskunft kann jährlich aktualisiert zur Verfügung gestellt werden.
Wo noch keine vollständigen Daten vorliegen, wird dies transparent benannt. In diesen Fällen wird der Aufbau einer Baseline als erster Verbesserungsschritt dokumentiert.
ADM zahlt besonders auf sechs Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein. Gleichzeitig reflektieren wir negative Wirkungen, vor allem bei Mobilität, Energie- und Ressourcenverbrauch.
| SDG | Beitrag von ADM | Risiko oder Zielkonflikt |
|---|---|---|
| SDG 4 Hochwertige Bildung | Trainings, Beratung und Lernformate stärken Kompetenz, Reflexion und Umsetzungsfähigkeit. | Lernformate dürfen nicht bei Wissen stehen bleiben, sondern müssen Transfer erzeugen. |
| SDG 8 Menschenwürdige Arbeit | Servicekultur, Führung und Zusammenarbeit werden so gestaltet, dass Arbeit wirksamer, wertschätzender und verlässlicher wird. | Hohe Leistungsanforderungen können Überlastung fördern, wenn sie nicht gut geführt werden. |
| SDG 9 Innovation | ADM unterstützt Organisationen bei Entwicklung, Digitalisierung, KI-Nutzung und kontinuierlicher Verbesserung. | Innovation braucht ethische Leitplanken, Datenschutz und nachvollziehbare Entscheidungen. |
| SDG 12 Nachhaltiger Konsum | Bewusste Beschaffung von Materialien, Hardware, Hotels, Catering und digitalen Dienstleistungen. | Preis, Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit stehen nicht immer konfliktfrei zueinander. |
| SDG 13 Klimaschutz | Reduktion von Reiseemissionen, mehr digitale Formate, Bahn vor Auto, Vermeidung von Flügen. | Präsenztermine bleiben für bestimmte Prozesse wichtig. |
| SDG 17 Partnerschaften | Zusammenarbeit mit Kundinnen, Kunden, Verbänden und Partnern zur Verbreitung nachhaltiger Praxis. | Kooperation braucht klare Rollen und gemeinsame Qualitätsstandards. |
Die folgenden Ziele sind nach dem SMART-Prinzip formuliert: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert.
Das Jahr 2026 dient als Mess- und Konsolidierungsjahr. In diesem Jahr wird die Baseline für zentrale Kennzahlen gebildet. Baseline bedeutet: Wir erfassen den Ausgangswert, damit Fortschritt seriös gemessen werden kann. Die prozentualen Reduktionsziele beziehen sich auf die im Jahr 2026 ermittelte Baseline.
Kundentransformation und soziale Wirkung:
Ab 2026 wird in ausgewählten Projekten systematisch erhoben, welchen Transfernutzen Kundinnen und Kunden aus ADM-Formaten ziehen. Ziel ist eine dokumentierte Transferquote von mindestens 80 Prozent bei Projekten mit vereinbarter Evaluation.
Als Transfer gilt, wenn Teilnehmende oder Auftraggeber bestätigen, dass mindestens ein konkreter Impuls, eine Methode oder eine Verhaltensänderung aus dem ADM-Format im Arbeitsalltag angewendet wurde.
Umweltmanagement und Dokumentation:
Bis Ende 2026 etabliert ADM ein internes Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement mit jährlicher Kennzahlenerfassung, Maßnahmenprüfung und Dokumentation. Eine ISO 14001 Zertifizierung besteht derzeit nicht, wird aber bei wachsender Kundenanforderung erneut bewertet.
Mobilität:
Im Jahr 2026 wird die Baseline für reisebezogene CO2-Emissionen pro Leistungstag erhoben. Auf dieser Grundlage strebt ADM an, die reisebezogenen CO2-Emissionen pro Leistungstag bis Ende 2027 um 10 bis 15 Prozent und bis Ende 2028 um 20 bis 30 Prozent gegenüber der Baseline 2026 zu senken.
Die Zielerreichung wird unter Berücksichtigung der jeweiligen Auftragsstruktur bewertet, da Präsenzformate in bestimmten Beratungs- und Entwicklungsprozessen fachlich notwendig sein können.
Maßnahmen sind digitale Vor- und Nachbereitungen, Bündelung von Präsenztagen, Bahnpriorität und Reiseprüfung in der Angebotsphase. Eine höhere Reduktion wird geprüft, sofern sie ohne Verlust von Kundennutzen, Beteiligungsqualität und Transferwirkung möglich ist.
Klimabewusste Kundenprojekte:
Ab 2026 wird bei mindestens 80 Prozent der größeren Kundenprojekte ein kurzer Nachhaltigkeitscheck in der Angebots- oder Planungsphase durchgeführt. Bis Ende 2028 soll dieser Anteil auf 100 Prozent steigen. Ziel ist, Reiseaufwand, Materialverbrauch und vermeidbare Präsenztermine zu reduzieren, ohne Qualität, Beteiligung und Transferwirkung zu schwächen.
Digitale und hybride Leistungserbringung:
ADM erbringt derzeit bereits rund 50 Prozent der Leistungstage digital oder hybrid. Dieses Niveau soll im Strategiezeitraum mindestens gehalten und qualitativ weiterentwickelt werden.
Ab 2026 wird bei jedem größeren Auftrag geprüft, welche Bestandteile digital, hybrid oder vor Ort durchgeführt werden sollten. Maßgeblich ist nicht die maximale Digitalisierung, sondern die beste Wirkung für Kundinnen, Kunden und Teilnehmende bei möglichst geringem Reise- und Ressourcenaufwand.
Bis Ende 2028 prüft ADM, ob der Anteil digitaler und hybrider Leistungstage auf 55 bis 60 Prozent erhöht werden kann, sofern Kundennutzen, Beteiligung, Beziehungsgestaltung und Lerntransfer dadurch nicht beeinträchtigt werden.
Papier und Materialien:
Im Jahr 2026 wird die Baseline für gedruckte Teilnehmerunterlagen gebildet. Bis Ende 2027 werden gedruckte Teilnehmerunterlagen gegenüber dieser Baseline um mindestens 60 Prozent reduziert. Neue Papierprodukte werden zu mindestens 90 Prozent als Recyclingpapier beschafft.
Beschaffung und Veranstaltungen:
Ab 2026 werden Hotels, Tagungsorte und Caterings bevorzugt, die ökologische Standards, gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und vegetarische Optionen anbieten. Bei selbst organisierten Veranstaltungen wird mindestens eine vegetarische Hauptoption vorgesehen.
Datenschutz, digitale Tools und KI-Nutzung:
Ab 2026 werden digitale Tools und KI-Anwendungen in Kundenprojekten regelmäßig auf Datenschutz, Zweckbindung, Vertraulichkeit und fachliche Prüfbarkeit bewertet. Vertrauliche Kundendaten werden nicht ungeschützt in frei zugängliche KI-Systeme eingegeben.
Transparenz:
Bis Ende 2026 veröffentlicht ADM eine kompakte Nachhaltigkeitsseite auf der Website mit Intention, Maßnahmen, Zielen und Kontaktmöglichkeit. Ab 2027 wird diese Seite jährlich aktualisiert.
Die Strategie wird nur wirksam, wenn sie in Routinen übersetzt wird. Deshalb arbeitet ADM mit wenigen, aber konsequenten Maßnahmen. Der Fokus liegt auf Hebeln mit hoher Wirkung und vertretbarem Aufwand.
| Maßnahme | Hebel | Messgröße | Rhythmus |
|---|---|---|---|
| Transfer-Evaluation | hoch | Transferquote, Nutzenbewertung, Umsetzungsquote | je Projekt mit Evaluation |
| Kundentransformations-Indikator | hoch | angewendete Impulse, Methoden oder Verhaltensänderungen | je ausgewähltem Projekt |
| Nachhaltigkeitscheck in der Angebotsphase | hoch | geprüfte Aufträge, dokumentierte Entscheidungen | je größerem Auftrag |
| Reisecheck vor jedem Angebot | hoch | Anteil digital, Bahn, Auto, Flug | je Auftrag |
| Jährliche CO2-Basiserfassung | hoch | reisebezogene Emissionen pro Leistungstag | jährlich |
| Erhalt und Weiterentwicklung digitaler und hybrider Leistungstage | hoch | Anteil digitaler und hybrider Leistungstage | jährlich |
| Materialstandard digital first | mittel | gedruckte Seiten, Papierart | halbjährlich |
| Nachhaltige Veranstaltungsorte | mittel | ÖPNV-Erreichbarkeit, Hotelstandard, vegetarische Option | je Veranstaltung |
| Beschaffungsprüfung | mittel | Papier, Hardware, Tools, Dienstleister | je relevanter Beschaffung |
| Datenschutz- und KI-Prüfung | hoch | geprüfte Tools, dokumentierte Regeln | je Projekt bei Bedarf |
| Website-Transparenz | mittel | Aktualisierung veröffentlicht | jährlich |
Die Verantwortung für die Umsetzung liegt bei der Geschäftsführung des ADM Instituts. Nachhaltigkeit wird nicht als separates Projekt behandelt, sondern in Angebotsgestaltung, Reiseplanung, Formatdesign, Einkauf, Kommunikation und Qualitätsentwicklung integriert.
Einmal jährlich wird geprüft, welche Ziele erreicht wurden, welche Zielkonflikte sichtbar wurden und welche Maßnahmen angepasst werden müssen.
In der Kommunikation gilt: ehrlich, konkret und belegbar. ADM wird Nachhaltigkeit nicht als pauschales Leistungsversprechen verwenden. Stattdessen werden konkrete Maßnahmen, Fortschritte und noch offene Aufgaben beschrieben. Das stärkt Vertrauen und reduziert das Risiko von Greenwashing.
Kundinnen und Kunden erhalten bei Bedarf eine Selbstauskunft mit den relevanten Informationen zu ESG, Mobilität, Beschaffung, Umweltmanagement, Datenschutz, KI-Nutzung und sozialer Wirkung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Nachhaltigkeit und Service Excellence. Gute Dienstleistung entsteht nicht durch mehr Versprechen, sondern durch bessere Systeme, klare Verantwortung und echte Kundennähe.
Genau darin liegt der Beitrag von ADM: Organisationen so zu stärken, dass sie wirtschaftlich erfolgreich, menschlich wirksam und zukunftsfähig handeln.
Die wichtigsten Zielkonflikte werden bewusst gesteuert:
Kundennähe versus Reiseemissionen: Nicht jeder Präsenztermin wird ersetzt. Entscheidend ist, ob Präsenz für Beziehung, Konfliktklärung, Beteiligung oder Lerntransfer notwendig ist.
Wirtschaftlichkeit versus Nachhaltigkeit: Nachhaltigere Optionen müssen wirtschaftlich tragfähig bleiben. Wo Mehrkosten entstehen, werden sie transparent abgewogen oder im Angebot berücksichtigt.
Digitalisierung versus Qualität: Digitale und hybride Formate reduzieren Reisen, können aber Wirkung verlieren, wenn Beteiligung, Energie oder Verbindlichkeit fehlen. Deshalb entscheidet ADM formatbezogen.
Kommunikation versus Glaubwürdigkeit: Nachhaltigkeit wird nur dort aktiv beworben, wo Nachweise oder klare Maßnahmen vorliegen.
Messbarkeit versus Aufwand: ADM achtet darauf, Nachhaltigkeitsdaten so einfach wie möglich zu erfassen. Die Messung soll Orientierung geben, nicht Bürokratie erzeugen.
Kundenanforderungen versus Unternehmensgröße: ADM erfüllt Nachhaltigkeitsanforderungen pragmatisch und transparent. Wo formale Zertifizierungen wie ISO 14001 derzeit nicht bestehen, werden interne Steuerung, Maßnahmen und geplante Nachweise offen benannt.
Hohes digitales Ausgangsniveau versus weitere Reduktion: Da ADM bereits rund 50 Prozent der Leistungstage digital oder hybrid erbringt, sind weitere Reduktionen der Reiseemissionen anspruchsvoller als bei einem rein präsenzorientierten Anbieter. Zusätzliche Verbesserungen werden daher vor allem über Reisebündelung, Bahnpriorität, bewusste Präsenzentscheidungen und ressourcenschonende Materialplanung erreicht.
Interne Umweltwirkung versus externe Transformationswirkung: ADM steuert beide Ebenen bewusst. Das interne Umweltmanagement ist die Grundlage für Glaubwürdigkeit. Die Wirkung bei Kundinnen und Kunden ist der größte strategische Nachhaltigkeitshebel.
ADM verpflichtet sich, Nachhaltigkeit als kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu führen.
Ab 2026 werden Basisdaten erhoben, Ziele jährlich überprüft und Maßnahmen nachgeschärft.
Unser Anspruch ist nicht Perfektion, sondern wirksames, ehrliches und lernfähiges Handeln. Nachhaltigkeit bedeutet für uns, Verantwortung dort zu übernehmen, wo wir Einfluss haben: im eigenen Betrieb, in der Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden und in der Wirkung unserer Beratungs-, Trainings- und Entwicklungsarbeit.