Die Channel Trends+Visions 2026 war für mich weit mehr als eine Fachveranstaltung. Es war ein Tag voller wertvoller Impulse, spannender Gespräche und inspirierender Begegnungen. Ein Tag, an dem wieder einmal deutlich wurde, wie stark sich unsere Branche verändert – und wie wichtig es ist, diese Veränderung gemeinsam zu gestalten.
Mein besonderer Dank gilt Holger Dölle für die Einladung und die Möglichkeit, diese Veranstaltung mitzuerleben. Die CTV hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen gerade in einer Zeit sind, in der Technologien wie Künstliche Intelligenz, autonome Agenten, Cybersecurity und neue Geschäftsmodelle den IT-Channel massiv verändern.
Schon die Eröffnung durch die drei Geschäftsführer setzte den passenden Rahmen. Es ging um Zukunft, Wachstum und Partnerschaft – aber nicht als abstrakte Schlagworte, sondern als sehr konkrete Einladung an Partner, Hersteller und Impulsgeber, gemeinsam Verantwortung für die nächsten Schritte zu übernehmen.
Was mir an der Veranstaltung besonders gefallen hat: Die Themen wurden nicht nur technologisch betrachtet. Natürlich standen KI, Daten, Security, Cloud und neue Plattformen im Mittelpunkt. Aber immer wieder ging es auch um die Frage, was diese Entwicklungen für Menschen, Organisationen und Partnerschaften bedeuten.
Genau das macht für mich den Wert einer solchen Veranstaltung aus. Man bekommt nicht nur Informationen, sondern Denkanstöße. Man hört nicht nur Vorträge, sondern kommt ins Gespräch. Und man nimmt nicht nur Trends mit, sondern auch konkrete Fragen für das eigene Handeln.
Ein besonderer Impuls war für mich die Keynote von Prof. Dr. Yasmin Weiß zum Thema „Co-Intelligenz: Erfolgsfaktoren für die Arbeitswelt von Morgen“. Ihre Perspektive auf die Zusammenarbeit von Mensch und KI hat sehr gut verdeutlicht, dass es bei Künstlicher Intelligenz nicht nur um Effizienz oder Automatisierung geht.
Es geht darum, wie wir Arbeit neu organisieren. Welche Aufgaben wir an KI-Systeme delegieren können. Wo wir als Menschen stärker werden, weil wir Unterstützung bekommen. Und welche Kompetenzen wir entwickeln müssen, um diese neuen Möglichkeiten verantwortungsvoll zu nutzen.
Ein Gedanke ist mir besonders hängen geblieben: KI-Kompetenz entsteht nicht allein durch theoretisches Wissen. Sie entsteht vor allem durch Anwendung. Man muss ausprobieren, lernen, reflektieren und die eigenen Arbeitsweisen Schritt für Schritt weiterentwickeln.
Ebenso spannend war der Blick von Jens M. Grabow auf autonome Agenten und die Frage, warum Governance künftig eine zentrale Rolle spielen wird. Die Entwicklung geht klar über einfache Assistenzsysteme hinaus. Agenten werden zunehmend Aufgaben übernehmen, Prozesse vorbereiten und in Unternehmensabläufe integriert werden.
Damit wächst aber auch die Verantwortung. Wenn KI-Systeme auf Daten zugreifen, Entscheidungen vorbereiten oder Prozesse unterstützen, braucht es klare Regeln. Wer darf was? Welche Daten dürfen genutzt werden? Wo liegen Grenzen? Wie verhindern wir Datenlecks oder ungewolltes Oversharing?
Für mich war das einer der wichtigsten Punkte des Tages: KI wird nur dann wirklich skalierbar, wenn Vertrauen, Sicherheit und Governance von Anfang an mitgedacht werden.
Die Keynote von Wolfgang Krainz unter dem Titel „Update: Zukunft. Wachstum. Partnerschaft“ hat für mich den strategischen Rahmen ergänzt. Sie machte deutlich, dass Wachstum im Channel nicht allein durch neue Produkte entsteht, sondern durch gemeinsame Entwicklung.
Partner brauchen Orientierung, Enablement und konkrete Formate, um aus neuen Technologien tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es reicht nicht, KI als Thema spannend zu finden. Entscheidend ist, daraus wiederholbare Lösungen, klare Angebote und echten Kundennutzen zu schaffen.
Genau hier sehe ich die Stärke des Partner-Ökosystems: Wenn Wissen, Erfahrung, Technologie und persönliche Beziehungen zusammenkommen, entstehen neue Chancen.
Die Podiumsdiskussion hat viele Gedanken der Keynotes sehr praxisnah aufgegriffen. Besonders interessant fand ich die Diskussion darüber, wo Unternehmen heute beim Einsatz von KI stehen. Viele haben erste Erfahrungen mit Copilot, ChatGPT oder anderen Assistenzsystemen gesammelt. Der nächste Schritt ist nun, daraus konkrete Use Cases und agentenbasierte Workflows zu entwickeln.
Dabei wurde auch klar: KI-Projekte scheitern selten nur an der Technologie. Oft geht es um Datenqualität, Prozesse, Integration, Sicherheit und vor allem um Akzeptanz. Menschen müssen befähigt werden, mit diesen Werkzeugen sinnvoll zu arbeiten.
Für Partner ergeben sich daraus große Chancen: in Beratung, Enablement, Datenstrategie, Security, Prozessgestaltung und der Entwicklung konkreter Agentenlösungen.
Neben den Vorträgen und Diskussionen waren es für mich vor allem die persönlichen Gespräche, die diesen Tag besonders gemacht haben. Der Austausch mit Martin Fryba, Jan Schwarzenberger, Jens M. Grabow, Marija Juric, Sabine Kuch, Andreas Raum, Dirk Henniges und vielen weiteren Impulsgeberinnen und Impulsgebern war inspirierend und wertvoll.
Solche Begegnungen zeigen, dass Veranstaltungen wie die CTV nicht nur Wissensplattformen sind. Sie sind Beziehungsräume. Man trifft Menschen, die ähnliche Fragen bewegen, andere Perspektiven einbringen und neue Ideen anstoßen. Genau daraus entstehen oft die nächsten Schritte.
Ich nehme von der Channel Trends+Visions 2026 viele Impulse mit. Vor allem aber die Bestätigung, dass wir uns mitten in einer sehr spannenden Phase befinden. Künstliche Intelligenz, autonome Agenten und datengetriebene Geschäftsmodelle werden den Channel weiter verändern. Aber die entscheidende Frage bleibt: Wie gestalten wir diesen Wandel gemeinsam?
Für mich war die Veranstaltung ein starkes Signal: Jetzt ist die Zeit, sich mit diesen Themen aktiv auseinanderzusetzen. Nicht irgendwann. Nicht erst, wenn alles perfekt ausgereift ist. Sondern jetzt – mit Neugier, Verantwortung und der Bereitschaft zu lernen.
Danke an ALSO, an Holger Dölle für die Einladung und an alle Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner für die vielen guten Impulse, Begegnungen und Perspektiven. Die CTV 2026 hat gezeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch bleibt – gerade dann, wenn es um die Zukunft geht.